Berufsvorbereitung an der Heinrich-Harpprecht-Schule

In den letzten Wochen stand einiges an in der Hauptstufe der Heinrich-Harpprecht-Schule. Jannik aus Klasse acht zählt auf: „Wir haben das Berufsbildungswerk in Waiblingen besichtigt, den Internationalen Bund in Vaihingen und den in Böblingen.“  Alles sind Einrichtungen, die Schüler nach ihrem Förderschulabschluss besuchen können. In sogenannten berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen haben die Schüler nicht nur die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungsbereiche näher kennenzulernen, sie können dort auch ihren Hauptschulabschluss anstreben.

 

Die Organisation lief in allen Einrichtungen reibungslos ab. Die Ausbilder in den verschiedenen Bereichen nahmen sich viel Zeit,  um den Schülern alles geduldig zu erklären und hatten interessante Aufgaben vorbereitet, an denen sich die Schüler ausprobieren durften. „In Vaihingen haben wir Schokomuffins gemacht“, berichtet Clarissa, ebenfalls aus Klasse acht, „und in Böblingen haben wir ein Gericht gekocht. Außerdem waren wir im Lager.“ Daniel aus Klasse neun erzählt: „Die Holzwerkstatt hat mir echt gut gefallen, weil der Ausbilder mir viele Sachen erklärt hat.“

 

Begeisterung rief auch die Stuckateurschule in Leonberg hervor. Der Leiter Herr Schweizer erzählte, dass in einem Pilotprojekt nach einem sogenannten Ausbildungsjahr Null gegebenenfalls die Möglichkeit besteht, direkt eine Vollausbildung zu starten, falls ein Lehrvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb abgeschlossen werden kann. Die Schüler können sich dann sogar hocharbeiten bis zum Studium an der Fachhochschule.

 

An manchen Tagen zeigte sich, dass die langen Besichtigungen und die Arbeit für die Schüler noch sehr anstrengend waren. Doch die Berufsvorbereitung hat sich gelohnt: Die Schüler erhielten einen wichtigen Einblick in ihre Möglichkeiten der Weiterbildung. Megan aus Klasse acht sagt: „Für mich war es wichtig, die Schulen anzuschauen, damit ich weiß, was ich später machen möchte.“ Bis dahin hat Megan zwar noch ein bisschen Zeit, aber die Neuntklässler haben inzwischen alle eine konkrete Vorstellung, wohin es nach der Schule gehen soll.